IDE (Integrated Development Environment)

Eine IDE ist eine Sammlung von Anwendungsprogrammen, die ein Programmierer benötigt, um eine Software zu entwickeln. Sie beinhaltet in der Regel folgende Komponenten:
 
  • einen Texteditor zur Bearbeitung des Quelltextes
  • einen Compiler oder Interpreter, um den Quelltext auszuführen
  • einen Linker, der die Software mit den benötigten Systemressourcen verbindet
  • einen Debugger, zum Auffinden von Fehlern
  • eine Formatierungshilfe, für das Schreiben des Quelltextes
 
Android-Applikationen werden in Java realisiert. Allerdings gibt es da einen großen Unterschied zur regulären Java-Entwicklung: Denn Java wird normalerweise über den Weg der Java Virtual Machine (JVM) in Java-Bytecode übersetzt, der im Anschluss auf den verschiedensten Plattformen und Betriebssystemen ausgeführt werden kann (Stichwort Kellermaschine). Android wurde jedoch für die Hardware von Smartphones optimiert (Stichwort Registermaschine), weshalb Android einen eigenen Bytecode erzeugt, der nicht auf beliebige Plattformen ausgeführt werden kann. Hierzu verwendet Android statt die JVM die DVM (Dalvik Virtual Machine).
 
Auf der Entwicklungsebene gibt es dagegen nur wenig nennenswerte Unterschiede zwischen Android und Java, weshalb es sich anbietet, für die Entwicklung von Android Applikationen dieselben IDE's zu verwenden, die auch für Java eingesetzt werden. Die meisten Marktanteile hat mit 70% die Open Source Software Eclipse. Deshalb bietet Google für Eclipse das Plugin ADT (Android Development Tool) an, damit man unter Eclipse auch Android-Applikationen entwickeln kann.
 
Parralel zu ADT bietet Google ein eigenes Produkt an, das Android Studio. Diese Software befindet sich derzeit noch in der Testphase (März 2014) und wird deshalb hier nicht näher beschrieben.